Wien, nur du allein

Montag, 6.8.2018
Wien
Die Nacht war relativ laut, kein Wunder bei einem Campingplatz an einer Art Autobahnkreuz mit Bahnlinie nebenan. Wir lassen die Räder stehen und fahren mit der U-Bahn in die Stadt. Zuerst in den Stefansdom und auf den Turm hinauf.

Dann Bummel durch die Innenstadt, an spanischer Hofreitschule und Hofburg vorbei bis zum naturhistorischen Museum. Da haben wir den Rest des Tages verbracht. Ein toller Bau.

Auch Peter ist begeistert und fragt uns Löcher in den Bauch. Wir arbeiten uns durch die Mineralogie, vorbei an der Entstehung des Lebens, der Ur- und Frühgeschichte bis zu den Dinosauriern.

Weiter mit der Entstehung des Menschen. Hier begegnet uns das Original der Venus von Willendorf wieder. Schließlich durch die Zoologie mit endlos vielen präparierten Tieren in historischen Vitrinen. Und alles in den prächtigen Räumen des Wiener Historismus (oder so). Am Spätnachmittag sind wir platt und fahren zum Brauereigasthof Fischerbräu (danke Robert für den Tipp).

Von der Bahnstation Spittelau haben wir einen schönen Blick auf das nach Hundertwassers Plänen gestaltete Heizkraftwerk.

Dienstag, 7.8.2018
Wien
Erst zum Hundertwasserhaus, das erste und bekannteste der von Hundertwasser entworfenen Häuser.

In Plochingen am Neckar sind wir auch schon an einem vorbeigekommen. Dann nach Schönbrunn. Die Hofburg kennen wir schon, Schloss Schönbrunn noch nicht.

Dort herrscht ein Touristengewühl wie in Neuschwanstein. Einlass nach Ticketerwerb wäre drei Stunden später gewesen. Da gehen wir lieber in den Zoo nebenan, das Schloss können wir uns noch danach ansehen. Der Tierpark Schönbrunn ist einer der ältesten Zoos der Welt, mit 20€ Eintritt pro Erwachsenem vielleicht auch einer der teuersten. Der Zoo ist toll, Peter hüpft unermüdlich von einem Gehege zum nächsten, und auch wir sind von den Erklärungen zum Eisbären und der Fütterung der Ameisenbären fasziniert. Wir bewundern die lumenizierende Meerwalnuss (das ist eine Rippenqualle, falls es jemand nicht sofort weiß). Die Blumenkohlquallen versetzen Peter in meditative Stimmung.

Es ist heiß, auch das Panzernashorn sucht Abkühlung im Wasserstrahl.

Als wir endlich genug haben, ist es auch für das Schloss zu spät. Macht nichts, so haben wir noch ein Ziel für den nächsten Aufenthalt in Wien. Auf dem Rückweg ist die U-Bahn proppevoll, darunter auffällig viele zurechtgemachte Mädchen. Am Stadion steigt alles aus – Ed Sheeran spielt heute live in Wien! Wir hören Klangfetzen bis zum Campingplatz.

 

4 thoughts on “Wien, nur du allein

  1. @Martin: Wir haben uns Schloss Schönbrunn bereits 1991 angeschaut. Bei der Führung wurden wir in verschiedenen Räumen darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem und jenem Gegenstand lediglich um einen Papierkorb handele. Das Schloss ist mir seitdem vor allem wegen „Sissis Papierkörben“ in besonderer Erinnerung geblieben.

    • @Uta: Tatsächlich? Ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Nur noch daran, das es geregnet hat und wir im Zelt auf dem Campingplatz Wien-West lagen und uns gegenseitig versichert haben, dass es „da hinten“ schon viel heller aussieht …

      • … und der Regen tropft eigentlich nur noch von den nassen Bäumen. Aber das war dann schon in Budapest. In Wien ging es mit dem Wetter noch.

  2. Heast, Oida, eh kloa. Is eh ur leiwond in Wean (wonn lei die Weaner net waratn). Suachts eich noch a schene Eitrige mit am Buckel, dann passt scho. 2 Sechzehner Blech dazua und dann ob in die Hapfn.
    Habi d’Ehre, papa und follts net.

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