Venedig

Dienstag, 11.9.2018
Venedig
Wir fahren morgens mit der Fähre nach Venedig. Dafür kaufen wir das 72 Stunden Vaporetto-Ticket und können die folgenden drei Tage nach Lust und Laune Bötchen fahren.
Wir nehmen zunächst an einer „Free Walking Tour“ durch das südliche Venedig (Dorsoduro) teil. Wir hören erquickliche Geschichten über einige Palazzi und bekommen Tipps für Eis und Bars. Bis zum Nachmittag lassen wir uns durch Venedig treiben (ja, auch mit Vaporetto). Dann holen wir Caro und Jojo an der Piazza Roma ab. Wir steuern mit ihnen die nächste Bar an und genießen erst mal einen Spritz. Danach essen gehen in einem eher zweifelhaften Ristorante. Zum Nachtisch noch eine Bar gegenüber der Gondelmanufaktur in Dorsoduro, die wir am Morgen kennengelernt haben.
Bis wir wieder am Campingplatz in Punta Sabbioni ankommen, ist es dunkel. Aber das Tarp für die Mädels ist schnell zwischen den Bäumen aufgespannt.

Mittwoch, 12.9.2018
Venedig
Wir erfüllen Johannas Traum und fahren nach Murano zu den Glasbläsern. Die hübschen bunten Häuser von Burano betrachten und fotografieren wir vom Schiff aus. In Murano trinken wir einen Kaffee und sind von den Preisen für eine Glasbläser-Präsentation abgeschreckt. Daher schauen wir nur so weit es geht in die Werkstätten, betrachten ein Kirchlein von innen und setzen dann nach Venedig über.
Mit dem Vaporetto durchqueren wir mit 200 weiteren Menschen den Canal Grande und bestaunen die Fronten der Palazzi. Mittags kaufen wir uns Brot, Käse, Wurst und Oliven und sitzen an einem Kanal und staunen, wie geschickt die Gondoliere die Gondeln um die engen Kurven manövrieren.
Einige hübsche Campi und Bars später fahren wir (schon wieder im Dunkeln) zurück zum Campingplatz und lassen bei Bier und Wein den Tag ausklingen.

Donnerstag, 13.9.2018
Morgens erfüllen wir Caros Wunsch und laufen ans Meer. Der Strand ist erstaunlich groß, weit und leer. Das Wasser schön klar und hat hübsche Wellen. Caro quietscht, als sie die vielen Krabben entdeckt, die sich durchs Wasser bewegen. Johanna zieht es vor, es sich am Strand auf der Decke bequem zu machen und Peter wühlt glücklich im Sand.
Am späten Vormittag geht es wieder nach Venedig. Diesmal nehmen die Mädels ihr Gepäck mit, da sie am frühen Abend wieder nach Frankfurt fliegen. Zunächst kreuz und quer durch Castello und San Marco. Richtung Markusdom werden die Gassen immer enger, dafür aber immer voller. So extrem haben wir es vom Venedigbesuch letztes Jahr nicht in Erinnerung. Auf dem Markusplatz knubbeln sich die Menschenmassen. Vor dem Dom hat sich natürlich schon eine lange Schlange gebildet. Wir entdecken die Schilder, dass man nicht mit Gepäck rein darf und sehen, wie die Aufpasser alle Leute mit Rucksäcken (auch kleine oder Fototaschen) aus der Schlange herauspicken und zur Gepäckaufbewahrung schicken. Umso ärgerlicher, wenn sie schon eine Stunde in der Schlange standen und sich nun neu anstellen dürfen. Wir beschließen, dass es den Dom gewiss noch länger geben wird und dies nicht unser letzter Venedigbesuch sein wird und verschieben die Dombesichtigung auf ein anderes Mal. Lieber noch mal zur Gondelmanufaktur und Spritz trinken. Auf dem Weg noch in Kirchen, die keinen Eintritt kosten. Erstaunlich: In irgendwelchen engen Gässchen steht eine enge Tür offen, man geht hinein und befindet sich in einem überraschend großen Kirchenraum. Alles natürlich vollgestopft mit Kunstschätzen, von denen eine normale Feld-Wald-und-Wiesen-Kirche in Deutschland nur träumen kann. In Venedig gibt es über 200 Kirchen und wir fragen uns, wie die wohl organisiert sind. Wer kümmert sich um die Pflege all dieser Kunstschätze? Wie groß sind die pastoralen Räume oder Großgemeinden? Wie viele Menschen besuchen überhaupt die Gottesdienste und Messen in dieser Masse von Kirchen? Wie viele Pfarrer mag es wohl in Venedig geben?
Über den Campo Santa Margherita incl. Cafe schlendern wir zur Piazza Roma und verabschieden uns von Caro und Jojo. Schade, die Zeit ging viel zu schnell um.
Dafür steigen wir zu dritt in das Vaporetto ein, das über den Canal Grande zum Markusplatz fährt. Da das Vaporetto hier eingesetzt wird, ist es leer, als es ankommt und wir bekommen die Premiumplätze direkt vorne am Bug. Bei untergehender Sonne „gondeln“ wir zum Markusplatz und kommen – natürlich – erst im Dunkeln am Campingplatz an, wo wir im Schein unserer Taschenlampen Obst und Gemüse vom Campingplatzbetreiber zu Abend essen.

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